PeNum's DigiCam Forum
[ Übersicht | Neue Beiträge | Login | Anmelden | Suchen im Forum | Hilfe | Top-User | Such-Plugins | Termine ]
PeNum's DigiCam Forum / Zubehör / Energieversorgung / AccuManager (AccuManager10/20 - AP2010 / AP2020PeNum's DigiCam Forum - AccuManager (AccuManager10/20 - AP2010 / AP2020
In diesem Thread befinden sich 2 Posts.
AntwortenDruckansicht
penum
AccuManager (AccuManager10/20 - AP2010 / AP2020 - 13.09.2003, 10:41:17

---- Certified User ----
Orakel
Administrator

Herr Müller, Geschäftsführer von accupower.de hat mir einmal detailierte Informationen zur Serie AccuManager(AccuManager10 AP2010-1, AccuManager20 AP2020-1) zur Verfügung gestellt.

Die Ladetechnologie der AccuManager Serie wurde aufgrund jahrelanger Erfahrungen durch unsere Entwicklungsabteilung erforscht und entwickelt. Sie kann daher keinem bestimmtem Ladeverfahren zugeteilt werden, sondern basiert auf Langzeiterfahrungswerten die mit der Zeit gewonnen werden konnten. Diese Erkenntnisse haben wir im Microcontroller der AccuManager Serie integriert. Der AccuManager ist daher in der Lage einen ständigen Dialog zwischen Ladegerät und des einzelnen Akkus zu führen und kann sich somit permanent auf die Bedürfnisse der einzelnen Akkus, individuell pro Ladevorgang anpassen. Eine garantierte maximale Ladefähigkeit (optimale Leistungsausnutzung) bei gleichzeitig schneller aber schonender Ladung ist die Folge.


Das Ladeverfahren: Aufgrund der im Mikroprozessor integrierten Leistungsdaten zählt sie zu einer der effektivsten Lademethoden, die am Markt erhältlich sind. Die AccuManager Serie verwendet nicht nur eine bestimmte Ladetechnik (z.B.: Laden konstant Strom / konstant Spannung), sondern passt den Ladevorgang ständig dem Ladezustand und der Qualität der jeweiligen Zelle an, man kann auch von einer so genannten Puls-/Breitenmodulation sprechen.

Die Problemstellung: Selbst Akkus vom gleichen Hersteller sind vor allem nach mehreren Ladezyklen nicht unbedingt homogen. Unterschiedliche Akkus erzeugen mit unserem Ladeverfahren auch unterschiedliche Ladekurven, die vom AccuManager pro Ladeschacht (Einzelkanalüberwachung, Elektrodenspezifische Ladetechnik) erkannt und gesteuert werden.

Die Erhaltungsladung: Nach dem Ladeende beginnt die Erhaltungsladung. Diese ist notwendig, da die Zellen eine, vor allem vom Zellentyp und der Umgebungstemperatur abhängige Selbstentladung aufweisen. Auch diese passt sich automatisch der Qualität und dem Zustand der Zellen an, damit wird eine vorzeitige Alterung (Kapazitätsverlust) der Akkus verhindert.

Die Schnellladetechnik: Der AccuManager verwendet eine Schnellladetechnik, die sehr viel Information aus dem Innenwiderstand und dem Ladeverhalten der Zelle entnehmen kann und dementsprechend entscheidet, welchen Ladestrom welche Zelle (pro Ladeschacht) erhält (max. 700mA pro Ladeschacht). Die Zelle wird während des Ladevorganges permanent überprüft, die Ladeparameter werden je nach Verhalten der Zelle ständig angepasst. So wird z.B. ein guter Akku über einen Grossteil der gesamten Ladezeit mit Strömen bis zu 700mA geladen, hingegen ein älterer bzw. qualitativ minderwertiger Akku mit wesentlich geringeren Strömen. Ältere bzw. minderwertige Akkus haben daher bei gleicher Kapazität wesentlich höhere Ladezeiten.

Der Ladestrom, die Ladedauer: Der Ladestrom liegt bei max. 600mA (AP2010-1) bzw. 700mA (AP2020-1). Ein höherer, der jeweiligen Zelle nicht angepasster Ladestrom kann bei manchen Zellen mehrere Nachteile mit sich bringen, wie eventuelle Verkürzung der Lebensdauer, zu starke Erwärmung, zu früh ausgelöstes -DeltaV Signal (=Leistungsverlust) aber auch zu spät abgegebenes -DeltaV Signal (= Möglichkeit der Überladung). Da NiMH Akkus mehr und mehr mit Leistung gepuscht werden, kann es vorkommen, dass gerade durch diese Leistungssteigerungen eine Veränderung des -DeltaV Verhaltens der Zellen eintritt.

Bei ultraschneller Ladung mit wesentlich höheren Strömen besteht also die Gefahr, dass die Zellen während des Ladevorganges überhitzten, ab etwa 55°C muss man mit starken Kapazitätseinbußen rechnen. Unsere eigenen Erfahrungen als auch unsere internen Langzeittests haben bestätigt, dass herkömmliche Ladegeräte die Zellen über längere Zeit teilweise stark überladen (0,5 bis 1,5 Std.), eine enorme Verkürzung der Lebensdauer und drastischer Kapazitätsschwund können verursacht werden.

Lebensdauer: Die Ladetechnologie der AccuManager Serie verfolgt auf der einen Seite das Ziel, möglichst kurze Ladezeiten zu erreichen, andererseits aber auch eine lange Lebensdauer der Zellen bei gleich bleibend guter Ladequalität zu gewährleisten, die Akkus werden daher weder überladen noch überhitzt.

Kapazitäten: Zwischen dem Ladegerät und der einzelnen Zelle kommt es zu einem ständigen Dialog, wichtige Parameter werden abgefragt, um mit Hilfe dieser Daten das optimale Ladeergebnis erzielen zu können. Mit der AccuManager Serie ist es daher möglich, auch Zellen mit wesentlich höheren Kapazitäten als die zurzeit üblichen, zu laden. So wäre es ohne weiteres möglich, Mignonzellen (Mignon/AA-Typ) mit einer Kapazität von mehr als 2800mAh zu laden.

Das Ladeende: Die Erkennung des Ladeschlusses ist eine besondere Stärke der AccuManager Serie. Herkömmliche Geräte erkennen ein -deltaV von etwa 20-30mV, die AccuManager Serie ist in der Lage, ein -deltaV von 2,5mV störungsfrei zu erkennen. Gegen Ende des Ladevorganges, also kurz vor dem Erreichen des Voll-Signals wird der Ladestrom ausserdem so angepasst, dass eine optimale Sättigung der Zellen erreicht wird. Eine Überladung der Akkus ist daher ausgeschlossen.

Keine Entladefunktion mehr notwendig: Die Entladetaste entfällt, da infolge intelligenter Ladetechnik ein eventuell vorhandener Memoryeffekt, der bei NiCd Zellen auftreten kann, schon beim Ladevorgang erkannt und durch eine spezielle Puls-Pausenanpassung beseitigt wird. Eine vollständige Entladung vor dem Laden ist daher nicht mehr notwendig (durch den Wegfall der zusätzlichen Entlade / Ladezyklen zur Beseitigung des Memoryeffektes wird die Lebensdauer der Akkus verlängert).

vielen Dank an dieser Stelle für den ausführlichen Bericht an Herrn Müller.

- Editiert von penum am 13.09.2003, 11:31 -
FritzM
AccuManager (AccuManager10/20 - AP2010 / AP2020 - 14.09.2003, 22:55:34

---- Certified User ----
Dr. Forum
Fritz Mössinger
@ALL

Damit ist schon FAST alles Wichtige gesagt.

Was dabei natürlich unverzichtbar ist, das sind Akkus in denen wirklich "Akku drin" ist und nicht nur mehr draufsteht.

Soll heißen daß wenn der Akku defekt ist (Gas oder Elektrolyt verloren oder interner Kurzschluß oder Unterbrechung), dann kann daraus auch das beste Ladegerät kein Energiebündel mehr zaubern.

Das aber kann man erkennen, wenn so 3 bis 5 volle Entlade- / Ladezyklen mit fraglichen Zellen am AP2010 (oder AT2) absolviert sind. Wenn dann immer noch (so gut wie) keine Kapazität vorhanden ist / erzielt wurde, dann bleibt nur noch ENTSORGEN einer solchen Zelle.

Außerdem ist die Temperaturentwicklung zu beachten:
Anfangs können die Zellen wärmer werden am Lade-Ende, mit zunehmender Zyklenanzahl der AP2010 Behandlungen werden die Zellen-Temperaturen immer niedriger, bis daß die Zelle am Ende nur noch (gut) handwarm wird.

Auch die Ladezeit wird sich ändern, denn die Kapazität baut sich einerseits (wieder) auf zu normalen Werten und dann wird der volle Ladestrom aktiv, andererseits kann die Ladezeit anfangs durchaus deutlich länger sein trotz geringerem Ladestrom, weil zunächst das AP2010 immer wieder versucht, oft über Stunden, eine müde Zelle doch noch zu reaktivieren.

Aber wie gesagt, wo (fast) nichts Reaktivierbares (mehr) drin ist, kann auch nichts mehr hineingezaubert werden.
Irgendwann wird auch das AP2010 aufgeben müssen bei solch grottenschlechten / nicht mehr reaktivierbaren / müden Zellen.

Daher sei einmal mehr darauf verwiesen, auch der Herstellerqualität von (insbesondere NiMh) Zellen VIEL mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

No-Name / Label -Zellen KÖNNEN ja durchaus (noch) gut sein, MÜSSEN aber es nicht zwangsläufig. Außerdem kann sich das täglich ändern, weil mal dieser oder jener Zellenhersteller (je nachdem wer gerade liefern kann oder billig ist) mit der No-Name- / Label- "Marke verkleidet" wird. Insider kennen das.

Bei Hersteller-Markenzellen ist solch ein (fallweise durchaus erhebliches) Zellen-Qualitätsrisiko aber (so gut wie) ausgeschlossen, auch wenn viele Billigpreis-Süchtige User (oft hartnäckig) daran zweifeln.

Dann gilt es nur noch herauszufinden, wer neue Markenzellen sehr preisgünstig liefern kann (u.a. inzwischen ich z.B. gute SANYO).

mfg
FritzM
Optimaler DigiCam-Spaß erfordert stets leistungsfähige Akkus.

Sehr hilfreich:
Immer auf identische zellentype und -kapazität achten (Pärchen, Quartett) - diese stets zusammen laden - (kühl) lagern - betreiben.
.

Forum wechseln
Forum wechseln zu:
Das Forum zur Digitalen Fotografie von www.digicamfotos.de powered by www.penum.de sponsored by Fotostudio www.Nuvisions.de in Essen Borbeck

-- Powie's PSCRIPT Forum 1.23 / © Thomas Ehrhardt, 2000-2004 --